Karin Bergdolt

fortgehen, um fort zu gehen | Galerie, 08.12.2006 - 14.01.2007

 

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Das Reisen ist für Karin Bergdolt eine eigenständige, performative Aktion. Die Künstlerin ist stets auf Reisen. Aus einer nomadischen Perspektive heraus nähert sie sich unbekannten, nicht selten auch unwegsamen Gebieten. Dabei interessiert sie nicht das Herausragende, das Spektakuläre, sondern das Alltägliche, der Alltag des Lebens. Innerhalb von drei Monaten bereiste Bergdolt mit dem Fahrrad die Mongolei, um Ihre inneren und äußeren Erlebnisse in einem Buch zu dokumentieren, das dem Leser einen vielschichtigen Erlebnisbericht über die Begegnung mit der Landschaft und den hier beheimateten Menschen liefert. Karin Bergdolt realisiert keine Arbeiten im Atelier, sondern stets für Orte. Die Kartographie ist ein besonderes Ergebnis ihrer Reisen. Sie zeichnet an allen Stationen, wobei die Reiseroute die Struktur der Karten bestimmt, in die Zeichnungen, Photos und Texte eingearbeitet sind. Auch der Reisealltag hat sich den Karten in Form von Schmutzabrieb, Knicken und Wasserflecken eingeschrieben. Die Karten vermitteln die Dinge und Situationen, die auf den Wegen der Künstlerin lagen, und sie erzählen von persönlichen Geschichten. Alles schließt sich zu einem assoziationsreichen Geflecht, das vom Betrachter weitergedacht und mit dessen Vorstellungen und inneren Bildern aufgefüllt werden kann.

 

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Foto: Ingrid Weidig

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