Sylvie Zijlmans

08. 12. 2006 - 14. 01.2007

 

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Dass die Welt voller Gefahren ist, zeigen die Fotografien und Leuchtkästen von Sylvie Zijlmans in beklemmend eindringlicher Weise. Es sind inszenierte Momente, die sich albtraumhaft vor den Augen der Betrachter öffnen und eine rätselhafte Geschichte hinter der sichtbaren Erscheinung der gezeigten Menschen, Orte und Dinge erahnen lassen. Zijlmans Fotografien zeigen eine Welt, die bedrohlich ist, in der etwas unausgesprochen bleibt und die hinter der sichtbaren Oberfläche ein tiefes Geheimnis in sich birgt. Die Figuren sind in eine irreal beleuchtete Szenerie versetzt, eingefroren inmitten von angedeuteten Bewegungen. Verschiedene Details treten unter den extremen Beleuchtungsbedingungen überdeutlich in den Vordergrund, während das Umfeld in der Dunkelheit zu verschwinden droht. In einer anderen Werkreihe tragen die überlebensgroßen Darstellungen von Männern, Frauen und Kindern im Titel die Namen verheerender tropischer Wirbelstürme: „Stan“, „Katrina“, „Wilma“ oder „Rita“. Den Kopf leicht nach vorn gesenkt, treten die Personen bedrohlich aus der Dunkelheit ins Licht, bedeckt mit tropfnass am Körper klebenden Kleidern. Den Blick starr auf den Betrachter fixiert, scheinen sie im Zwischenreich zu schweben, gefangen zwischen Traum und Wachheit, Leben und Tod.

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Fotos: Ingrid Weidig

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