AXEL LOYTVED alles muss raus

Abschlussausstellung zum 12. Stipendium "Junge Kunst in Essen"

2.5. - 13.6.2010

 

Axel Loytveds Werk bewegt sich im Spannungsfeld zwischen eigenständig entwickelten Gestaltungskonzepten und der produktiven Zusammenarbeit innerhalb verschiedener Künstlergruppierungen bewegt. 2006 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Kunstverein St. Pauli, der an prominentem Ort – auf der Reeperbahn in Hamburg – residierte und bis 2009 in den Wohnräumen des Gründungskollektivs Ausstellungen, Veranstaltungen und ein Residenzstipendium für ausgewählte Gastkünstler organisierte. Axel Loytveds eigenes Residenzstipendium im Kunsthaus Essen endet nach neun Monaten mit einer Abschlussausstellung, die eine raumgreifende Installation aus an Schnüren hängenden Socken zeigt, neben Teppichvariationen aus geschredderten Papieren, Wurfsendungen aus Aluminium und Abdrücken von Urinpfützen.

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Zur Ausstellung wird eine begleitende Publikation herausgegeben, die das Produkt der intensiven Zusammenarbeit zwischen dem Künstler selbst und Franziska Nast ist. Beide haben mit dem außergewöhnlichen Printwerk ein portables Objekt entwickelt, das sich eindrucksvoll von der Vielzahl herkömmlicher Ausstellungskataloge abhebt. Mit jeder Seite, die sich beim Aufblättern als kleines, herausnehmbares Plakat entpuppt, entfaltet sich über die abgebildeten Zeichnungen vor den Augen des Betrachters eine künstlerische Arbeit in den wechselnden Zuständen ihrer Entstehung und weiteren Entwicklung bis hin zum ausgestellten Werk. Mit dem Stipendium "Junge Kunst in Essen" erhalten junge Künstlerinnen und Künstler die Möglichkeit, unmittelbar nach ihrem Studium Ideen und Konzepte zu realisieren. Das mit dem Stipendium verknüpfte Förderangebot richtet sich an Absolventen aller deutschen Kunsthochschulen und -akademien, die von den Hochschullehrern und Professoren vorgeschlagen werden. Das Stipendium wird in Kooperation zwischen dem Kunsthaus Essen und dem Kunstring Folkwang ausgerichtet.

LOYTVED_portraitZur Ausstellung wird eine begleitende Publikation herausgegeben, die das Produkt der intensiven Zusammenarbeit zwischen dem Künstler selbst und Franziska Nast ist. Beide haben mit dem außergewöhnlichen Printwerk ein portables Objekt entwickelt, das sich eindrucksvoll von der Vielzahl herkömmlicher Ausstellungskataloge abhebt. Mit jeder Seite, die sich beim Aufblättern als kleines, herausnehmbares Plakat entpuppt, entfaltet sich über die abgebildeten Zeichnungen vor den Augen des Betrachters eine künstlerische Arbeit in den wechselnden Zuständen ihrer Entstehung und weiteren Entwicklung bis hin zum ausgestellten Werk. Mit dem Stipendium "Junge Kunst in Essen" erhalten junge Künstlerinnen und Künstler die Möglichkeit, unmittelbar nach ihrem Studium Ideen und Konzepte zu realisieren. Das mit dem Stipendium verknüpfte Förderangebot richtet sich an Absolventen aller deutschen Kunsthochschulen und -akademien, die von den Hochschullehrern und Professoren vorgeschlagen werden. Das Stipendium wird in Kooperation zwischen dem Kunsthaus Essen und dem Kunstring Folkwang ausgerichtet.



Axel Loytved (geb. 1982) studiert seit 2003 an der Hochschule der Bildenden Künste in Braunschweig u.a. bei Nicola Torke und Raimund Kummer sowie bei den Gastprofessoren Christof Schlingensief und Guy Ben-Ner.

Für Loytveds künstlerische Arbeit ist der Dialog und die intensive Auseinandersetzung mit anderen Künstlern und
Positionen von besonderer Bedeutung. Aus dieser Form der Kooperation entstanden temporäre Zusammenschlüsse
wie die Freie Klasse Braunschweig (2003) oder die Künstlergruppe alibi kolektif (2005). 2006 rief Loytved zusammen mit weiteren aktiven Mitstreitern den auf der Reeperbahn in Hamburg beheimateten Kunstverein St. Pauli ins Leben.

Kennzeichnend für das Werk von Axel Loytved ist der Einbezug von Materialien und vertrauten Gegenständen des
täglichen Gebrauchs, die zu Kunstobjekten verarbeitet und erklärt werden. Loytved läßt sich dabei auf kein bestimmtes
Medium festlegen, allerdings spielen oft klassische bildhauerische Fragestellungen eine wichtige Rolle.
So entstand 2008 eine Serie von miniaturhaften "Hosentaschenobjekten". Es handelt sich dabei um alltägliche Objekte
aus der Hosentasche des Künstlers, die nun, in Bronze gegossen und auf Gipsabgüssen von Hosentaschen platziert,
zu einer ungeahnten Bedeutung finden.

Fotos: Stephan von Knobloch
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