Peter Torp - Flußdurchsägemaschine

Abschlussausstellung des 2. Stipendiaten des "Stipendiums Junge Kunst in Essen" 
Ein Rotary Projekt im Kunsthaus Essen | Galerie, 05.0 5. - 04 .06. 2000
 

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torp_1Peter Torp kommt von der Kieler Muthesius-Schule, ist vorrangig Maler, will sich aber auf die Malerei nicht beschränken. Er sagt: „Ich denke, ich mache alles Mögliche. Mal erzähle ich Geschichten, mal baue ich Sachen, sammle Kaugummi-Kugeln oder stelle meine Gedanken dar. Kurz, ich mache das, wonach es mich jeweils am meisten drängt.“

 

Kleines Interview

 

Frage

Herr Torp, 9 Monate konnten Sie das von Essener Rotary-Clubs großzügig finanzierte Stipendium „Junge Kunst in Essen" nutzen. Nun gibt es eine Abschlußpräsentation. Was wollen Sie zeigen?

Peter Torp

Am 5. Mai, 20 Uhr, gibt es im Kunsthaus Essen eine Vorführung zu sehen, und zwar wird mit Wasser rumgepütschert.

Frage

Erläutern Sie das bitte.

Peter Torp

Lassen Sie mich eine kleine Geschichte erzählen: Ich war bei der freundlichen Dame eingeladen, jedoch nicht zum Tee, wie sonst üblicherweise, sondern diesmal war ich abends dort. Es wurde Rotwein gereicht. Angeregt war unsere Unterhaltung, denn es ging um unsere Anschauung von Sandkörnern. Wir hatten jeweils schon jede Menge Sandkörner gesehen und wir versuchten nun, unsere unterschiedlichen Anschauungen miteinander zu vergleichen. Darüber wurden wir müde und wir gingen an die frische Luft. Da war ein Fluß. Die freundliche Dame sagte zu mir: „Was ich dir noch gar nicht erzählt habe: Ich bin doch grad dabei, die Flußdurchsägemaschine zu entwickeln."

Frage

Was ist denn das?

Peter Torp

Das habe ich sie auch gefragt und sie sagte: „Wie ich es sagte. Schau, dieser Blumenstengel, das ist der Meßapparat. Der Bau der eigentlichen Maschine steht noch aus. - Doch mir ist kühl. Laß uns wieder reingehen." Und wir gingen rein und setzten unsere Unterhaltung über Sandkörner fort bis zum frühen Morgen.

Frage

Sandkörner, Sandkörner, Sandkörner...

Peter Torp

Genau. Und jetzt habe ich einen Fluß gebaut; die freundliche Dame wird da sein und aus ihm ein Stück heraussägen. Dieses Segment wird in ein Becken gelegt werden.

Frage

Und wenn man nicht zur Vorführung erscheint, was bleibt da zu sehen?

Peter Torp

Was bleibt, ist die Lücke.

 

Fotos: Ingrid Weidig
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