Schließung der Ausstellung und
Absage aller Veranstaltungen und Konzerte

Liebe Freundinnen und Freunde des Kunsthauses Essen,
das Kunsthaus behandelt das Thema rund um den Corona-Virus mit der notwendigen Umsicht und Verantwortung. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie müssen alle Veranstaltungen / Ausstellungen / Konzerte vorerst bis einschließlich 19. April 2020 entfallen. Die Galerie des Kunsthauses ist geschlossen.
Wir folgen damit dem Erlass der NRW-Landesregierung sowie dem Beschluss der Stadt Essen zur Absage aller öffentlichen Veranstaltungen. Wir werden die weiteren Entwicklungen aufmerksam beobachten und halten Sie über die Fortsetzung unseres Programms auf dem Laufenden.
Wir hoffen auf Ihr Verständnis und freuen uns, Sie demnächst wieder im Kunsthaus begrüßen zu können.
Ihr Kunsthaus Essen

 

Christoph Esser - Confirming till it's over

Ausstellungsdauer 15.3. - 19.4.2020 | Eröffnung 15.3.2020 um 16 Uhr
Öffnungszeiten; Donnerstag bis Sonntag 15 - 18 Uhr

Christoph Esser ist ein interdisziplinär arbeitender Künstler. Sein Vorgehen wechselt zwischen künstlerischen bzw. materialbezogenen Experimenten, zeichnerischen Entwurfsphasen, Reflexionen, Recherchen und deren Umsetzung. Die Aneignung und Integration von industriellen Fertigungstechniken  oder materialspezifischen Versieglungsmethoden in den künstlerischen Prozess, aber auch die intensive Beschäftigung mit Techniken der Malerei und Druckgraphik lassen Essers Arbeitsvorgehen zu einem komplexen Gestaltwerdungsprozess reifen, der das jeweilige Werk durch das Zusammenwirken einzelner Phasen und Segmente als ein vielfältig konnotiertes Produkt künstlerischer, gestalterischer und ideeller Auseinandersetzungen erscheinen lässt. Mit der aktiven Zusammenführung unterschiedlicher Arbeitsergebnisse und dem daraus entwickelten Vokabular gelingt es ihm, komplexe, überwiegend bildhauererische Fragestellungen und Erzählungen zu formulieren. Dabei orientieren sich diese vielfach am Konflikt von menschlicher Subjektivität innerhalb eine scheinbar fremdgesteuerten und rationalisierten Umgebung.

 2020 esser face

 

Thomas & Renée Rapedius

Ausstellungsdauer 17.5. - 21.6.2020 | Eröffnung 17.5.2020 um 16 Uhr
Öffnungszeiten; Donnerstag bis Sonntag 15 - 18 Uhr

 

Szenische Forschung: Trampolin II

Ausstellungsdauer 14.9. - 27.9.2020 | Eröffnung 14.9.2020 um 16 Uhr
Öffnungszeiten; Donnerstag bis Sonntag 15 - 18 Uhr

 

Soweit es geht - Arbeiten von
Nadine Weixler und Peter Schreiner

Ausstellungsdauer 8.11. - 13.12.2020 | Eröffnung 8.11.2020 um 16 Uhr
Öffnungszeiten; Donnerstag bis Sonntag 15 - 18 Uhr

Mit der Ausstellung „Soweit es geht“ zeigt das Kunsthaus Essen die erste institutionelle Einzelausstellung von Nadine Weixler und Peter Schreiner in Deutschland. Beide künstlerischen Positionen verbindet eine langjährige kollaborative Praxis, im Zuge derer das Feld der verwendeten Medien um das Bewegtbild und die Performance erweitert wurde.
Neben der Präsentation von ausgewählten Arbeiten der in Wien und Salzburg lebenden Künstler werden beide für einen längeren Zeitraum im Kunsthaus leben und arbeiten und im Rahmen dieses Artists in Residence-Projektes vor Ort künstlerische Ideen formulieren und umsetzen.
Eröffnung mit Publikationspräsentation und Künstlergespräch.

2020 weixler schreiner

Fragen nach dem Verhältnis von Ereignis und Deutung, von Geschichtsschreibung und Dichtung stehen im Zentrum der von Peter Schreiner betriebenen künstlerischen Forschungsarbeit. Das Interesse gilt dabei dem Ereignis selbst, welches erst durch seine Überführung in das Medium der Sprache und durch seine Einbettung in einen narrativen Zusammenhang mit historischem Sinn versehen wird. Zur Anwendung kommen reproduktive Verfahren wie Fotografie und Text, deren traditionelle Bindung an eine gegebene, eindeutig bestimmbare Realität sich mehr und mehr löst. Im Arrangement der Bedeutungsträger und ihrer fortwährenden Re-Kontextualisierung in bestehenden und neuen Ordnungssystemen werden Prozesse sichtbar, mittels derer Geschichte geschrieben und Wirklichkeit konstruiert wird.

Nadine Weixlers künstlerischer Arbeit liegt eine genaue Beobachtung des alltäglichen Lebens zugrunde. Dabei werden Momente diskutiert, die gänzlich im »Dazwischen« angesiedelt sind, wie etwa in ihren großformatigen Fotografien der Werkgruppe "Memos". Hier setzt Nadine Weixler Situationen ins Bild, die, soweit dies für das Medium der Fotografie überhaupt möglich ist, das Fehlen eines erzählerischen oder ästhetischen Höhepunkts eint. Sie zeigen eine, dem mitteleuropäischen Blick vertraute, urbane Szenerie. »Das, was passiert, wenn nichts passiert außer Zeit, Menschen, Autos, Wolken« (George Perec: "Versuch einen Platz in Paris zu beschreiben"). Auch beim Blick auf die Szenen der Bildserie "Männer und Autos", welche 2017 in Teheran entstanden ist, wird eine Erzählweise erkennbar, die einer persönlichen Sicht, einem spezifischen Interesse am Alltäglichen und der Annahme einer vielleicht universellen Qualität der Dinge gewidmet ist, welche sich hinter dem vordergründigen Reiz des Fremden verborgen hält.

2020 Weixler
Nadine Weixler
Memo #6, 2014
Archival pigment print; 90 x 110 cm

2020 Schreiner
Peter Schreiner
Pattern of Nature, 2016
Originalgetreuer Nachbau der von Gottlieb Faktor zwischen 1986 und 1994 benutzten Regentropfen-Kamera
Mixed Media; Installation view, Kunsthalle zu Kiel, 2016

Nadine Weixler
* 1987 (A)
studierte Fotografie an der Muthesius Kunsthochschule Kiel. Vorstand Fotohof Salzburg, lebt und arbeitet in Salzburg und Wien.

Peter Schreiner
* 1980 (A)
studierte Geschichte an der Universität Wien und Fotografie an der Muthesius Kunsthochschule Kiel. Vorstand Fotohof Salzburg, unterichtet am Mozarteum Salzburg, lebt und arbeitet in Wien und Salzburg.
www.peterschreiner.at

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