Informationen zur Corona-Pandemie

Liebe Freundinnen und Freunde des Kunsthauses Essen,um eine weitere Ausbreitung der Corona-Pandemie zu verhindern, bleibt das Kunsthaus Essen gemäß der geltenden Coronaschutzverordnung vom 2.11. bis zum 30.11. für den Publikumsverkehr geschlossen.
Der vergangene Woche verordnete Lockdown betrifft neben dem gesamten Kulturbetrieb leider auch unsere weitere Ausstellungsplanung. Die ursprünglich für den 8.11.2020 geplante Eröffnung der Ausstellung "Peter Schreiner, Nadine Weixler - Vice Versa" kann leider nicht stattfinden. Da die Ausstellungsexponate aber bereits im Kunsthaus eingetroffen sind, haben wir uns dazu entschlossen, die Ausstellung nach den Vorgaben der beiden österreichischen Künstler*innen aufzubauen mit der Hoffnung, sie dann Anfang Dezember für das Publikum öffnen zu dürfen. In der Zwischenzeit werden wir Ihnen per Fotorundgang bereits kleine Einblicke in die Ausstellungsräume bieten, verbunden mit der Einladung, sich die Ausstellung dann hoffentlich im Dezember, zunächst bis zum 13.12.2020, persönlich im Kunsthaus anzuschauen.
Ein Fotoalbum sowie Informationen zur aktuellen Lage finden Sie demnächst auf unserer Facebook-Seite
Weitere Informationen zur Ausstellung sowie zur künstlerischen Arbeit von Nadine Weixler und Peter Schreiner finden Sie im weiteren Verlauf dieses Newsletters.
Wir hoffen sehr, Sie bald wieder bei uns begrüßen zu dürfen! Bleiben Sie gesund und passen Sie gut auf sich auf.
Mit herzlichen Grüßen, Ihr Team des Kunsthauses Essen

 

VICE VERSA
Nadine Weixler und Peter Schreiner

Ausstellungsdauer 8.11. - 13.12.2020 | Eröffnung 8.11.2020 um 16 Uhr
Voraussichtlich geöffnet: 4.12. bis 13.12.2020
Öffnungszeiten; Donnerstag bis Sonntag 15 - 18 Uhr

Mit dem Ausstellungsprojekt Vice Versa wendet sich das Kunsthaus Essen zweier eigenständiger, an vielen Stellen aber eng verbundener künstlerischer Positionen zu. Die geplante Präsentation ist die erste institutionelle Einzelausstellung von Nadine Weixler und Peter Schreiner in Deutschland. Mit Foto- und Videoarbeiten, Publikationen und raumgreifenden Installationen nimmt sie die unterschiedlichen Strategien der Künstler_innen zur Beschreibung und zur Deutung von Wirklichkeit, sowie zum experimentellen Umgang mit reproduktiven Medien in den Blick.
Gezeigt werden neben einer, beiden Künstler_innen gewidmeten, umfassenden Werkschau auch Arbeiten, die einer langjährigen kollaborativen Praxis entstammen. Ihre Funktion ist es dabei nicht, zwei hermetische Positionen künstlich zu verbinden. Vielmehr erscheint diese kollaborative Ebene als eine natürliche Fortführung von Aspekten aus beiden Werken. In ihr wird vertieft, was in den eigenständigen Arbeiten von Nadine Weixler und Peter Schreiner an Verbindungen bereits vorhanden ist. Denn davon gibt es viele, von offensichtlichen Gemeinsamkeiten bis hin zu flüchtigen Momenten, die sich vielleicht nur eingeweihten Betrachter_innen zu erkennen geben. Die Wege, die durch diese Verflechtungen führen sind deshalb keine geraden. Sie bestehen aus Umwegen und Abkürzungen, die vielleicht weniger dazu geeignet sind die Dinge zu ordnen, als bestimmte Grenzen (zumindest) zu verschmieren.
Eine wichtige Erweiterung und Ergänzung des Ausstellungsprojekts ist ein zeitlich parallel geplanter Residenzaufenthalt der Künstler_innen im Gastatelier des Kunsthauses Essen. Als Artists in Residence erhalten Nadine Weixler und Peter Schreiner für einen Monat die Möglichkeit, die Stadt Essen sowie die gesamte Region aus der Nähe kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen und im großzügig bemessenen Atelierraum künstlerische Ideen umzusetzen. Der geplante Aufenthalt entspricht dabei grundlegend dem Interesse des Kunsthauses Essen, den künstlerischen Ideentransfer international zu unterstützen und ausgewählten Gastkünstler*innen die einzigartige Kulturlandschaft des Ruhrgebiets und der Stadt Essen zugänglich zu machen

2020 Vice versa

Peter Schreiner

Fragen nach dem Verhältnis von Ereignis und Deutung, von Geschichtsschreibung und Dichtung stehen im Zentrum der von Peter Schreiner betriebenen künstlerischen Forschungsarbeit. Das Interesse gilt dabei dem Ereignis selbst, welches erst durch seine Überführung in das Medium der Sprache und durch seine Einbettung in einen narrativen Zusammenhang mit historischem Sinn versehen wird. Zur Anwendung kommen reproduktive Verfahren wie Fotografie und Text, deren traditionelle Bindung an eine gegebene, eindeutig bestimmbare Realität sich mehr und mehr löst. Im Arrangement der Bedeutungsträger und ihrer fortwährenden Re-Kontextualisierung in bestehenden und neuen Ordnungssystemen werden Prozesse sichtbar mittels derer Geschichte geschrieben und Wirklichkeit konstruiert wird.

2020 Schreiner
Peter Schreiner
Pattern of Nature, 2016
Originalgetreuer Nachbau der von Gottlieb Faktor zwischen 1986 und 1994 benutzten Regentropfen-Kamera
Mixed Media; Installation view, Kunsthalle zu Kiel, 2016

Nadine Weixler

Nadine Weixlers künstlerischer Arbeit liegt eine genaue Beobachtung des alltäglichen Lebens zugrunde. Dabei werden Momente diskutiert, die gänzlich im „Dazwischen“ angesiedelt sind, wie etwa in ihren großformatigen Fotografien der Werkgruppe Memos. Hier setzt die Künstlerin Situationen ins Bild, die, soweit dies für das Medium der Fotografie überhaupt möglich ist, das Fehlen eines erzählerischen oder ästhetischen Höhepunkts eint. Sie zeigen eine, dem mitteleuropäischen Blick vertraute, urbane Szenerie. „Das, was passiert, wenn nichts passiert außer Zeit, Menschen, Autos, Wolken“ (George Perec, Versuch einen Platz in Paris zu beschreiben, 1974)
Auch im Blick auf die Werkgruppe Männer und Autos, die 2017 in Teheran entstanden ist, wird eine Erzählweise sichtbar, die einer persönlichen Sicht, einem spezifischen Interesse am Alltäglichen und der Annahme einer vielleicht universellen Qualität der Dinge gewidmet ist, die sich hinter dem vordergründigen Reiz des Fremden verborgen hält.

2020 Weixler
Nadine Weixler
Memo #6, 2014
Archival pigment print; 90 x 110 cm

 

Nadine Weixler
* 1987 (A)
studierte Fotografie an der Muthesius Kunsthochschule Kiel. Vorstand Fotohof Salzburg, lebt und arbeitet in Salzburg und Wien.

Peter Schreiner
* 1980 (A)
studierte Geschichte an der Universität Wien und Fotografie an der Muthesius Kunsthochschule Kiel. Vorstand Fotohof Salzburg, unterichtet am Mozarteum Salzburg, lebt und arbeitet in Wien und Salzburg.
www.peterschreiner.at

Die Ausstellung zeigt unter anderem Arbeiten aus der FOTOSAMMLUNG DES BUNDES AM MUSEUM DER MODERNE SALZBURG

Gefördert durch:
BMKOES Logo srgb

 

SEE! Performance

„Passing by“, Kunsthaus Essen -verschoben auf 2021

„The audience is present“, Kunstverein Ruhr (10.5. – 24.5.2020, verschoben auf 2021)
Neue Termine werden noch bekannt gegeben.

2020 SEE

 

Thomas & Renée Rapedius

Verschoben auf 2021

Das ursprünglich für Mai 2020 geplante Ausstellungsprojekt mit dem Berliner Künstlerduo muss leider aufgrund der verordneten Einschränkungen von öffentlichen Veranstaltungen im Rahmen der Corona-Pandemie und den damit einher gehenden Planungsunsicherheiten auf das nächste Jahr verschoben werden.
Der neue Ausstellungstermin wird noch bekannt gegeben.

2020 rapedius 1

In ihrer Arbeit beschäftigen sich Thomas & Renée Rapedius mit Landschaft, Körper, Bewegung und Form. Das Künstlerduo untersucht auf experimentelle Weise, welche idealisierten und ideologischen Konstruktionen unsere Wahrnehmung von Natur und Landschaft beeinflussen. In einem Prozess der Annäherung entstehen Zeichnungen, Fotografien und
Objekte, die zu größeren Raumcollagen zusammengeführt werden, die Momente des Zufälligen, des Flüchtigen und Fragilen zeigen. Die einzelnen Teile sind auf formaler und/oder inhaltlicher Weise verknüpft und zeigen Zusammenhänge zwischen den Dingen auf. Die Objekte wirken wie Zeichnungen im Raum, die Installationen wie räumliche Collagen. Thomas & Renée Rapedius beschäftigen sich mit Linie, Fläche und Raum und der Überschneidung dieser Dimensionen.
Thomas & Renée Rapedius haben an der HFBK in Hamburg Bildende Kunst studiert und leben in Berlin. Vertreten waren sie mit Ausstellungen im Marta-Herford-Museum, im Gerhard-Marcks-Haus (Bremen), im Museum Morsbroich (Leverkusen), im S.M.A.K. (Gent), im Daejeon Museum of Art (Republik Korea) und im Kunstverein Göttingen. Die Griffelkunst Vereinigung Hamburg hat beide für eine Edition eingeladen. Thomas & Renée Rapedius erhielten Residenzen in Kolumbien, Indien, Südkorea, Japan, Argentinien und den USA. Hinzu kamen Lehraufträge an der UDK Berlin und der Burg Giebichenstein Halle sowie realisierte Workshops und Projekte an verschiedenen Berliner Museen.

2020 rapedius 2

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